Flocke / Knut wenn sie ausgewachsen sind !

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Mehr Schein als Sein ?

Projekt-Typ: Mitmach-Projekt
Laufzeit: Projekt abgeschlossen
Ort:
Kategorie(n): Gemeinnütziges & Soziales
Projektstatus: öffentlich
Projekt-ID: Flocke___Knut_wenn_sie_ausgewachsen_sind__
Projektleiter
mermaid
100% positiv
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Projektbeschreibung
Mehr Schein als Sein ?
Die Tierbabys in den Zoos sind große Kassenmagneten. Aber was passiert mit ihnen, wenn sie ausgewachsen sind? Tiere, die das Publikum nicht länger anziehen, werden von den Zoos oft verkauft oder getötet. In einigen Ländern werden Rotwild, Tiger, Löwen und andere Tiere, die häufig Nachwuchs bekommen, manchmal an "Jagd"-Farmen verkauft, wo Jäger für das "Privileg", ein solch exotisches Tier töten zu können, bezahlen. Einige werden wegen ihres Fleisches und/oder wegen ihrer Felle getötet. Andere "überschüssige" Tiere werden an kleinere, noch ärmere Zoos oder gar an Versuchslabors verkauft. Zoos geben vor, die Menschen weiterzubilden und die Arten zu schützen, jedoch bleiben diese noblen Zielsetzungen oft hinter der Realität zurück. Die meisten Zookäfige und -gehege sind sehr klein, und die Hinweisschilder tragen kaum mehr Informationen als den Namen der Spezies, die Art der Ernährung und den natürlichen Verbreitungsraum. Das artgerechte Verhalten der Tiere wird selten erwähnt und noch seltener beobachtet, denn ihre natürlichen Bedürfnisse können in keinem Zoo erfüllt werden. Die Flügel der Vögel werden manchmal gestutzt, damit sie nicht davonfliegen können, Wassertiere haben häufig nur wenig Wasser zur Verfügung, und die vielen Tiere, die in Freiheit in großen Herden oder Familienverbänden leben, werden oft nur einzeln oder höchstens zu zweit gehalten. Natürliches Jagd- und Paarungsverhalten wird durch geregelte Futter- und Zuchtpläne ersetzt. Die Tiere können nicht frei und selbstbestimmt leben, werden in Beengtheit gehalten, können sich nicht zurückziehen und haben nur wenig geistige Anregung oder körperliche Bewegung, was dann zu anomalem und selbstzerstörerischem Verhalten führt, was man als Zoo-Psychose bezeichnet. Eine weltweite Studie der Tierschutzorganisation Born Free Foundation an Zoos hat bestätigt, dass die Zoo-Psychose unter den eingepferchten Tieren weltweit äußerst verbreitet ist. Eine andere Studie besagt, dass Elefanten 22% ihrer Zeit damit zubringen, anomale Verhaltensweisen wie z.B. das Hin- und Herschwenken des Kopfes oder das Beißen in Käfiggitter zu zeigen; Bären bringen 30% ihrer Zeit damit zu, hin- und herzuschlendern, was ein Ausdruck ihres seelischen Elends ist. Im Jahr 2000 sind die Eisbären Boris (geboren im Zoo Rostock) und Kenneth (Wildfang aus Kanada) nach Insiderinformationen für einen Euro von der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) an einen Zirkus in Mexiko abgeschoben worden. Beide Eisbären wurden seinerzeit, genauso wie Knuts Mutter, im DDR Staatszirkus auf engstem Raum gehalten. Amerikanische Behörden hätten zum Glück gemeinsam mit PETA gehandelt und die Tiere in Puerto Rico mit 5 weiteren Leidensgenossen beschlagnahmt. Über zwei Jahre lebten sie in dem mexikanischen Zirkus unter katastrophalen Bedingungen. PETA liegen Videos vor, die zeigen, wie die ursprünglich aus Deutschland stammenden Eisbären vor Überhitzung konstant hechelten, während sie geschlagen und ausgepeitscht wurden, um lächerliche, erschreckende Kunststücke aufzuführen. „Auch Flocke und Knut können ein solches Schicksal erleiden. Heute sehen sie putzig aus und erobern alle Herzen. Aber Zoos halten Tiere unter rein wirtschaftlichen Aspekten. Wer garantiert, dass nicht auch Knut eines Tages abgeschoben wird?“ Eisbären sind in Gefangenschaft sehr schwierig zu halten, sie sind im Schnitt auf einer Fläche eingepfercht, die nur einen millionsten Teil der Fläche ausmacht, die ihrem natürlichen Aktionsradius in der Wildnis entspricht. Britische Wissenschaftler, fanden heraus, dass gerade Eisbären in Gefangenschaft am meisten leiden. Ros Clubb und Georgia Mason, beide Zoologen der Oxford Universität, trugen Daten über das Wohlbefinden von Fleischfressern in Zoos und anderen Arten von Tierunterkünften auf der ganzen Welt zusammen. Die Wissenschaftler verglichen, wie viel Zeit das Tier mit dem stereotypen Hin- und Herlaufen im Gehege verbrachte mit ihrem typischen Jagdland in der Wildnis. In Gefangenschaft gehalten zu werden schädigt die Tiere aber nicht nur seelisch. Tiere wie Eisbären, die über weitere Entfernungen umherwandern, tendieren dazu, die höchsten Tiersterblichkeitsraten in Zoos zu haben. Von 1948-2007 im Nürnberger Zoo (57 Jahre Eisbärenzucht) Mehr als 100 Babys geboren und nur 26 durchgekommen. Quelle: www.Peta.de
 
Kommentare
Schoefer
Keine Bewertung
01.04.2008 11:52
Ich bin nicht der gleichen Meinung, da die meinsten im Zoo gehaltenen Tiere, ob es jetzt die Eisbären Knut oder Flocke sind oder eine andere Tierart, gar nicht mehr den Drang in Freiheit zu leben verspüren und nichts anderes kennen wie ein Leben im Zoo. Somit vermissen sie auch nichts. Besuche im Zoo zu vermeiden finde ich nicht gut, denn besonders die junge Generation lernt durch ausführliche Beschreibung über Natur und Tierarten.
hiltwin
100% positiv
06.02.2008 12:29
Ich finde das ganze kontraproduktiv!



Hier wird dazu aufgerufen, Zoobesuche zu vermeiden. Das finde ich nicht richtig - wenn sollte eine Aktion eher in die Richtung gehen, die Begebenheiten vor Ort zu verbessern.

Was Knut und Flocke angeht - diese beiden Tiere werden aufgrund ihrer großen Medienpräsenz vermutlich nie ein bösartiges Schicksal erleiden, da der Imageverlust viel zu hoch wäre.
taubenblau
Keine Bewertung
31.01.2008 15:55
Was genau ist jetzt das Projekt?
prinz philipp
100% positiv
18.01.2008 14:59
Vielleicht kann dieses Projekt mit dem hier etwas anfangen:

"Würdest du dein Tier als Mantel tragen ?"

Denn gemeinsam ist man stärker!
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